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Der folgende Fehler hat viel Zeit, Geld und Nerven gekostet.

Im Folgenden werden viele SEO-Fehler beschrieben. Diese Fehler können durch eine gute Planung vermieden werden. Schnellschüsse sind bei SEO immer fehl am Platz, denn diese können in der heutigen Zeit Unternehmen zerstören. Selbst großen Unternehmen wie hrs.de passieren solche Fehler. Bei gravierenden Fehlern schaffen es nur wenige Unternehmen jemals wieder die alten Sichtbarkeitswerte zu erreichen.

Ausgangssituation / Einleitung

Es handelt sich hier um sogenannte Keyword-Domains. Die Keywords sind unterschiedlich aber im Endeffekt handelt es sich hier um ein- und dasselbe Thema. Suchanfragen gibt es ca. 10k bis 40k pro Monat für diese Keywords. Bis zum 02.2016 existieren lediglich die deutschen .de Domains zu den entsprechenden Subdomains. Über Thin-Content haben wir uns bis dahin keine großen Gedanken gemacht und wie wild Keyword-Domains aufgebaut, weil dadurch schnelle Traffic-Steigerungen in der Vergangenheit zu verzeichnen waren. Nun war geplant die Domains für Österreich auf eigene Domains mit .at-Endungen umzuziehen und somit in den Suchergebnissen in Österreich besser zu performen.

Im folgenden Verlauf ist der Graph einer Sistrix-Sichtbarkeitsanalyse zu sehen. domainA und domainB sind Subdomains einer Hauptdomain domain.com (ja, in der Grafik nicht als Subdomain benannt, aber ich habe gerade keine Lust das Bild zu ändern).

Thin-Content / Duplicate Content SEO Probleme vor der Internationalisierung

Der rote und grüne Graph hat sich durch den Thin-Content bereits vor Hinzufügen der jeweiligen .at-Seiten teilweise gegenläufig entwickelt wie in den ersten Wochen des Jahres 2016 zu sehen ist. Bereits im Jahr 2015 war zu erkennen, dass die Keyword-Subdomains mit .de-Domain untereinander konkurrieren, obwohl Sie auf der gleichen Hauptdomain liegen. Wenn Subdomains für gleiche Keywords konkurrieren sieht man oft den Effekt, dass sich die beiden Seiten entgegengesetzt verhalten. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem langanhaltenden Abwärtstrend, bei dem immer wieder erst Subdomain A abstürzt und dann Subdomain B. Google wertet die Seiten also als duplicate Content und straft beide ab, da Google sich nicht entscheiden kann, welche Seite wirklich geranked werden soll. Viele Webseiten zerstören sich durch Keyword-Domains, Keyword-Stuffing und Low-Quality-Content ihre Rankings.

Fehler bei Internationalisierung

Zu der Thin-Content Problematik kamen in diesem Fall noch Fehler bei der Internationalisierung hinzu, was zu einem völligen Absturz der Rankings führte. Bei der Internationalisierung wurden die hreflang-Tags und Canonicals nicht richtig gesetzt. Aus Zeitgründen kann ich hier nicht genauer darauf eingehen. Der Effekt spiegelt sich aber in der Grafik oben sehr gut wieder. plötzlich wechseln sich die beiden Subdomains A und B nicht nur aufgrund von Thin- + Duplicate-Content in den SERPs ab, sondern sie ranken auch mit mehreren Domainendungen in den gleichen Ländern (in diesem Fall Österreich). Dadurch konkurrieren plötzlich vier nahezu gleiche Seiten um dieselben Keywords. Google versucht immer wieder festzustellen, welche Seite nun ausgespielt werden soll, kann sich allerdings nicht entscheiden und straft daher alle Seiten ab. Dies führt zu einem totalen Absturz der Sichtbarkeit und zu krassen Umsatzeinbußen.

Lösungen für SEO-Probleme

Werden die Symptome und Ursachen genau analysiert und anschließend die richtigen Schritte daraus abgeleitet, so können Trendwenden eingeleitet werden. Dies setzt selbstverständlich eine gewisse Expertise in dem jeweiligen Bereich voraus. Oftmals lassen sich solche Fehler durch einfache Korrekturen beheben. Nach einigen Wochen können alte Positionen wieder erreicht werden. Um solche Fehler zu finden und zu identifizieren sind meistens Profi-Tools nötig. Google Analytics ist hier selten ausreichend…

Bei Fragen zu dem Thema können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren. Ich tausche mich sehr gerne zu SEO-relevanten Themen aus. hi@philippsilbernagel.de